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Unterschiede zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich Hochdeutsch und Schweizerdeutsch voneinander unterscheiden und welche Besonderheiten die schweizerdeutsche Sprache hat.

Schweizerdeutsch ist ein Dialekt, der in der Schweiz gesprochen wird. Es ist keine eigene Sprache, sondern eine regionale Variante des Deutschen. In der Schule lernen die Menschen in der Schweiz zuerst Hochdeutsch, angefangen im Kindergarten. Auch viele Filme werden auf Hochdeutsch geschaut, da es die Standardsprache ist, die man lernt.

Es ist interessant zu sehen, wie ähnlich oder unähnlich Hochdeutsch und Schweizerdeutsch sind. Obwohl Schweizer Deutschsprecher Hochdeutsch verstehen und sprechen können, ist es umgekehrt oft nicht der Fall. Ein Hochdeutschsprecher versteht in der Schweiz oft fast nichts von dem, was gesagt wird. Das gilt auch für viele Deutschlerner, die in die Schweiz kommen und plötzlich wenig verstehen.

Es gibt viele Unterschiede in der Aussprache und im Wortschatz. Hier sind einige Beispiele, um die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und Schweizerdeutsch zu verdeutlichen:

  • Guten Tag wird zu Grüezi
  • Hallo wird zu Hoi
  • Ich spreche Hochdeutsch wird zu Ich rede Schwiizerdütsch
  • Das Haus wird zu S Huus
  • Die Straße wird zu D Straass
  • Das Fahrrad wird zu S Velo
  • Das Auto wird zu S Auto
  • Der Mülleimer wird zu De Chübel
  • Der Gehweg wird zu S Trottoir

Das Wort Trottoir ist ein französisches Lehnwort. Hochdeutsch hat viele französische Einflüsse, aber Schweizerdeutsch hat wahrscheinlich noch mehr, da es in der Schweiz auch einen französischen Teil gibt. Auch das Wort Velo kommt vom französischen „Le Vélo“.

Weitere Beispiele für Unterschiede

  • Wie geht's? wird zu Wie gahts?
  • Wohin gehst du? wird zu Wohin gaasch?
  • Ich gehe nach unten wird zu Ich gang abe
  • Ich nehme den Zug wird zu Ich gang uf de Zueg
  • Ruf mich an, wenn du angekommen bist wird zu Lüüt mir aa, wenn du aacho bisch
  • Hast du dein Portemonnaie dabei? wird zu Häsch dis Portemonnaie debii?
  • Ich muss zur Arbeit wird zu Ich muss go schaffe
  • Ich habe heute ein Brötchen mit Marmelade gefrühstückt wird zu Ich ha hüt es Weggli mit Gschwellti zum Zmorge gha

Ein Weggeli ist ein kleines Brötchen, und Zmorge bedeutet Frühstück.

  • Woher kommen Sie? wird zu Vo wo chömet Sie?
  • Komm, wir müssen uns beeilen wird zu Chum, mir müend pressiere

Das Wort pressieren bedeutet sich beeilen.

  • Schau mal! wird zu Luege mal!
  • Hör mir zu wird zu Lose mir zue
  • Ich hätte gerne einen Kaffee wird zu Ich hetti gärn en Kafi
  • Was guckst du mich so an? Hast du ein Problem? wird zu Was luegsch so doof? Häsch es Problem?
  • Wir müssen noch Kartoffeln kaufen wird zu Mir müend no Härdöpfel chaufe
  • Wir ziehen um wird zu Mir zügled
  • Was hast du heute Abend gegessen? wird zu Was häsch hüt zum Znacht gha?
  • Gehen wir aus? wird zu Chunt ir usgang?

Uusgang bedeutet Ausgehen oder Weggehen. Es ist nicht dasselbe wie der deutsche „Ausgang“, der den Ausgang aus einem Gebäude bezeichnet.

  • Ich trinke Leitungswasser wird zu Ich trinke Hahnewasser
  • Treffen wir uns in der Kneipe? wird zu O gäri gärn, mir träffet üs doch i de Beiz

Eine Beiz ist eine Kneipe oder ein Wirtshaus.

  • Wo ist mein Handy? wird zu Wo isch mis Natel?

Natel war früher ein gebräuchlicher Begriff für Mobiltelefon in der Schweiz, abgeleitet von einem Telekommunikationsanbieter.

  • Ich gehe schlafen wird zu Ich gang go schlafe

Das Wort gang in Schweizerdeutsch entspricht dem deutschen gehe.

  • Ich habe Schluckauf wird zu Ich ha de Hitsgi

Hochdeutsch in der Schweiz

In der Schweiz wird Hochdeutsch hauptsächlich als Schriftsprache verwendet. Das bedeutet, dass offizielle Dokumente, Bücher, Zeitungen und Aufsätze in der Schule auf Hochdeutsch verfasst sind. Auch im Fernsehen und in den Nachrichten wird oft Hochdeutsch gesprochen.

Wenn man sich mit Freunden informell austauscht, zum Beispiel per WhatsApp, schreibt man aber auch oft in Schweizerdeutsch. Die Schweizer sprechen also auch im Alltag Dialekt und verstehen einander.

Für Personen, die aus dem Ausland in die Schweiz ziehen, ist es empfehlenswert, zuerst Hochdeutsch zu lernen. Man wird in der Schweiz ohnehin verstanden, da Hochdeutsch in der Schule unterrichtet wird. Es ist wichtig, eine solide Basis in Hochdeutsch zu haben, bevor man versucht, Schweizerdeutsch zu verstehen, da man sonst ungewöhnliche Konstruktionen verwenden könnte, die nicht korrekt sind.

Man kann dann, wenn man länger in der Schweiz lebt, auch Schweizerdeutsch verstehen und vielleicht ein paar Wörter übernehmen. Aber die Grundlage sollte immer Hochdeutsch sein.

Dieser Artikel basiert auf dem Video

How similar are Swiss German and German German? Easy German

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